Das Cairns Museum zeigt anschaulich die Geschichte der Stadt und der gesamten Region, die in der Zeit ihrer ihre Besiedlung hauptsächlich vom Goldrausch geprägt wurde. Später erkannte man den Nutzwert des überaus reichhaltigen Bodens, das Resultat war der ertragreiche Anbau vieler Nutzpflanzen und hauptsächlich Zuckerrohr. Bis heute zieht nahezu die gesamte Ostküste Australiens Nutzen aus der Zuckerproduktion.
Das Museum geht aber auch noch weiter in der Geschichte zurück, denn in der Gegend des Bundesstaates Queensland lebten vor den ersten Siedlern die Ureinwohner Australien, die Aborigines. Die gesamte Zeitlinie bis heute wird in diversen Räumen veranschaulicht, das Highlight ist ein originalgetreu nachgebautes chinesisches Haus in dem Heilige verehrt wurden.
School of Arts Building
Cnr Lake & Shields Street
City Place
Cairns
Diese Gallerie wurde Mitte der 90er Jahre eröffnet und zeigt Kunst- und Handwerke von regionalen Künstlern. Durch das Dargestellte soll dem Besucher die Geschichte und Kultur der Region und des gesamten Landes näher gebracht werden. Das Gebäude selbst ist ein altes Regierungsgebäude, schon allein dafür lohnt sich der Besuch.
Die Ausstellungen wechseln mehrmals im Jahr, bis zu 30 verschiedene Themen werden behandelt. Sollte man selbst seine künstlerische Ader entdecken, oder einfach mal Lust haben, etwas Neues auszuprobieren, kann man an diversen regelmäßigen Workshops teilnehmen, die das Museum anbietet.
Cairns Regional Art Gallery
Cnr Abbott & Shields Streets
Cairns
Schon über Jahrhunderte lebten die Ureinwohner Australiens, die Aborigines in der Gegend von Cairns. Entdeckt wurde die Region von Kapitän James Cook im Jahr 1770, der als erster Europäer überhaupt die Küste Australiens entlang segelte und betrat. Inoffiziell heißt es, dass schon über 100 Jahre zuvor niederländische Entdecker das heutige Queensland erkundete, doch ist dies bis heute nicht bestätigt. Der Teil der Reise vor Queensland war die Schwierigste und auch Gefährlichste des ganzen Projektes, da das heute berühmte Great Barrier Reef ein wirkliches Problem für die Schiffe darstellte. Die HM Bark Endeavour von Kapitän Cook war zwar klein, konnte das Riff aber nicht umsteuern, sodass sie auf Grund lief. Die Mannschaft konnte sich an Land retten und fand einen nahe gelegenen Fluss, der heute aufgrund der Geschichte Endeavour River heißt. Das Schiff konnte repariert werden und der Ort der Strandung wurde später Cooktown genannt. Diese Stadt befindet sich etwa 100 km nördlich von Cairns.
Es dauerte jedoch noch knapp 100 Jahre, bis die ersten Siedler sich in dieser Region niederließen. Gold wurde gefunden, was zur Folge hatte, das sich immer mehr Menschen dort ansiedelten und heimisch fühlten. Cairns selbst wurde 1867 gegründet. Zu diesem Zeitpunkt war die restliche Gegend schon besiedelt und verstädtert. Der Grund für den späten Prozess war, dass das heutige Cairns von Mangrovenwäldern umgeben war und der einzige Zugang über den Barron River ging. Dies war problematisch, und es dauerte seine Zeit, bis sich eine Stadt entwickeln konnte. Der Nutzen darin war aber, dass die Küste hier zugänglicher war als an anderen Stellen, und so der maritime Verkehrsweg vereinfacht wurde.
Der Name Cairns stammt vom ersten Gouverneur von Queensland, Sir Wellington Cairns. Als der Goldrausch abflaute, erkannten die Menschen, dass sich auf dem reichhaltigen Boden wunderbar Getreide und Gemüse anbauen ließ. Noch heute gibt es Produkte aus Queensland in ganz Australien zu kaufen. Vor allem die Zuckerrohr-Industrie prägt die gesamte Ostküste. In den letzten Jahrzehnten wurde man sich der Existenz des Great Barrier Reefs bewusst, der Tourismus wurde zu einer wichtigen Einnahmequelle für die gesamte Region. Mitte der 80er Jahr wurde schließlich auch ein internationaler Flughafen gebaut und Cairns entwickelte sich von einem kleinen verschlafenen Fischerdörfchen zu einem Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt.